Nvidia Geforce GTX 560 Ti 448 – Nvidias Räumungsverkauf zu Weihnachten

Pünktlich zu Weihnachten hat Nvidia noch eine weitere Variante seiner Geforce 500 er Reihe herausgebracht.

Hierbei handelt sich allerdings nicht um eine verbesserte Version der beliebten Geforce GTX 560 Ti, deren GF 114 – Chip bereits voll ausgebaut ist. Dieses Mal greift Nvidia zu seinem derzeitigen High End Chip, dem GF 110, und vollführt den umgekehrten Weg. Die “neue” Geforce GTX 560 Ti 448 ist eine nochmals beschnittene Version der bereits seit einiger Zeit auf dem Markt befindlichen Geforce GTX 570 und GTX 580. Nvidia hat gegnüber dem Vollausbau der GTX 580 lediglich zwei Multiprozessor Einheiten abgeschaltet. Damit reiht sich die Karte vom Leistungsniveau her direkt hinter der GTX 570 ein, die ihrerseits gegenüber der GTX 580 mit einer Prozessoreinheit weniger auskommen muss. Der Zusatz “448″ in der Bezeichnung weißt auf die zur Verfügung stehen Shadereinheiten beziehungsweise CUDA Kerne hin.

Die neue Variante “erbt” natürlich auch die Vorzüge des GF 110 – Chips gegenüber dem Verwandten, dem GF 114. Der Chip besitzt mit seinen rund 30% mehr Transistoren beispielsweise wesentlich mehr Kapazität in bestimmten Rechenoperationen. Diese sind allerdings für die Hauptzielgruppe der Spieler wenig relevant, da PC-Games davon nicht profitieren. Anders sieht es da mit der Anbindung und Größe des Grafikspeichers der GTX 560 TI 448 aus, deren Bandbreite in hohen Auflösungen einen Vorteil gegenüber dem Namensverwandten darstellt. Für bemittelte Game-Entusiasten ist noch die 3 Wege SLI Anbindung zu erwähnen, die es erlaubt, bis zu 3 Grafikkarten in einem System zusammenzuschließen. Bei der GTX 560 Ti sind nur 2 Grafikkarten in einem SLI Verbund zusammenschließbar.

Letztlich stellt sich die Frage, welches Ziel Nvidia mit dem Launch der neuen Karte verfolgen könnte. Der Fermi-Nachfolger Kepler steht bereits unmittelbar vor der Markteinführung und soll seinem Vorgänger alleine vom Taktpotential her um fast 50% überflügeln. Allerdings wird Nvidia noch einige Restbestände des GF 110 – Chips auf Lager haben und da bietet sich das diesjährige Weihnachtsgeschäft geradezu an. Als Indiz für diese “Lagerabverkaufs”-These spricht, dass die Stückzahlen des GTX 560 Ti 448 begrenzt sein soll, also keine Produktion stattfinden wird. Sicherlich spielt auch die in dieser Leistungsstufe starke Konkurrenz von AMD eine Rolle, die der GTX 560 Ti mit der HD 6870 und vor allem der HD 6950 tüchtig einheizen. So schlägt Nvidia gleich mehrere Fliegen mit eine Klappe.

Letztendlich wird der Preis darüber entscheiden, wie gut das “Weihnachtsgeschenk” von Nvidia angenommen wird. Derzeit liegt dieser mit 250 bis 270 Euro noch recht hoch, da eine GTX 570 nur rund 30 Euro mehr kostet und übertaktete Versionen der GTX 560 Ti, die in den meisten Spieleinstellungen ebenfalls bis auf wenige Prozentpunkte zur GTX 570 aufschließen können, bereits  für etwa 180 Euro zu haben sind.

 

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AMD Bulldozer – der Wunsch war der Vater des Gedanken

Nach monatelangem Warten ist er nun da, der neue Prozessor von AMD. Viele Erwartungen wurden bewusst oder unbewusst geweckt …. und leider nicht erfüllt.

Es ist richtig, dass AMD viele neue Schritte in der Prozessor-Technik gewagt hat. Aber was nutzt das, wenn das Produkt nicht den Erwartungen der Zielgruppen, auf die der Bulldozer Chip ausgelegt ist, entspricht. Der wichtigste Markt für den neuen Chip ist sicherlich der Spielesektor. Hier sind die potentiellen Käufer, getrieben durch immer leistungshungrigere Games, häufig gerne bereit, neue Hardware zu kaufen. Aber gerade hier kommt es auf Leistung und mittlerweile immer mehr auf Energieeffizienz an. Hält der Bulldozer- oder auch FX- Chip, in punkto Rechenleistung noch halbwegs mit der Konkurrenz mit so bereitet vor allem der Stromverbrauch Probleme. Die Leistungsaufnahme liegt beinahe auf dem Niveau des

derzeitigen Flagschiffes von Intel, dem Core i7-990X. Nur das dieser Prozessor mit brachialer Rechenleistung aufwarten kann, die je nach Anwendung bis zu 50% höher ausfällt.

Ein großes Manko gegenüber der Konkurrenz, an der leider auch der neue AMD-Chip nichts ändert, ist die deutlich schwächere Rechenleistung pro Kern und Takt. Hier hat AMD seit der Einführung der Core Technologie durch Intel in den letzten Jahren immer mehr an Boden verloren. Der neue Chip krankt hierbei sogar soweit, dass er noch hinter seinen Vorgänger aus den eigenen Reihen, dem Phenom II, zurückfällt. Nur mit hohen Taktraten und einem gehörigen Energieaufwand erkauft sich der Neue ein leichtes Plus gegenüber dem Phenom II X6 1100T, dem vorherigen Spitzenreiter aus den eigenen Reihen.

Nun stellt sich die Frage, warum AMD überhaupt das Produkt in der vorliegenden Version auf den Markt gebracht hat. Das Grundproblem ist sicherlich in den besonderen Marktgegebenheiten zu sehen. Bedingt durch den Spielebereich herrscht auf dem Hardwaremarkt eine absolute Ausrichtung auf den Leistungsaspekt. Nur wer die Krone trägt, der gewinnt, so anscheinend die vorherrschende Meinung der Anbieter. Hinzu kommen die sehr kurzen Lebenszyklen einer Hardwaregeneration. Besonders der Grafikkartenmarkt ist von diesen Charakteristiken gekennzeichnet. Es vergeht häufig nicht einmal ein Jahr, in dem die nachfolgende Generation ihre Vorgänger ablöst und leistungsmäßig weit in den Schatten stellt.

Zwar sind die Lebenszyklen auf dem Prozessormarkt länger, aber das Rad der Entwicklung dreht sich auch hier gnadenlos weiter. Vor über 10 Jahren gab es eine Situation, die zu der heutigen Lage genau gegenteilig war. Damals gelang AMD mit dem K7 Athlon der ganz große Wurf und Intel konnte dieser Prozessorgeneration erst nach vielen Jahren mit der 2006 eingeführten Core-Technologie etwas entgegensetzen. Seitdem hat sich allerdings das Blatt gewendet. Das Potential der Prozessorstruktur von Intel scheint so immens zu sein, dass der Chiphersteller den Vorsprung zu seinem direkten Konkurrenten AMD nicht nur halten sondern noch ausbauen konnte. Bei gleicher Taktung laufen die derzeit aktuellen Core-Prozessoren der Sandy-Bridge Generation je nach Anwendung 20 bis 40% schneller als die der Konkurrenz. AMD hat, wie damals Intel, seitdem versucht den Anschluss an Intel zu erlangen. Allerdings basierten auch die nachfolgenden K10-Genrerationen der Phenom I und Phenom II Prozessoren zu einem grossen Teil auf der K7 Athlon Technik und waren als Weiterentwicklung und nicht als Neuentwicklung zu sehen. Der Phenom erbte somit auch die angesprochene schwächere Pro Takt Leistung und lief den Intelprozessoren auf diesem Gebiet ständig hinterher. Allerdings konnte sich der Phenom II immerhin einen guten Ruf als Preis-Leistungs-Prozessor erwerben. Seit der Einführung des Sandy Bridges hat Intel AMD jedoch auch in diesem Marktsegment immer mehr unter Druck setzen können.

Unter Beachtung dieser Umstände verwundert es nicht, dass AMD die Einführung des Bulldozer-Chips trotz der wahrscheinlich schon während der Entwicklung bekannten Defizite und der noch hinzukommenden Produktionsprobleme vorangetrieben hat. Allerdings bleibt die Frage, welchen Nutzen die Firma nun von einem Produkt hat, das bei der Einführung die zugegebenermaßen hoch gesteckten Ziele nicht erfüllen konnte. Wenn AMD mit der im nächsten Jahr erscheinenden zweiten Generation der Chip-Familie einige Verbesserungen erreiche kann, dann werden sich diejenigen Käufer ärgern, die bereits zugeschlagen haben. Viele werden abwarten oder gleich zu Intel-Prozessoren greifen. AMD muss jedoch so schnell wie möglich ein adäquates Konkurrenzprodukt auf die Beine stellen, da es um die Substanz des Unternehmens, die durch die jahrelang erzwungene Preis-Leistungs-Strategie auf dem so wichtigen Desktop-Markt nur geringe Margen einfahren konnte, nicht so gut bestellt scheint. Davon zeugen auch jüngst der Wechsel der Führungsspitze und das Vorhaben, bis Ende 2012 weltweit rund 10% der Belegschaft zu entlassen.

Sicherlich steckt Potential in der neuen Technik und es bleibt die Hoffnung, dass AMD einen Weg findet, dieses umzusetzen.



 

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Der Computer – Ein Buch mit sieben Siegeln?

Der Computer sollte kein Buch mit sieben Siegeln sein!

Die Bedeutung des Computers als Kommunikationsinstrument ist heutzutage nur schwer wegzudenken und sie wird in der Zukunft noch zunehmen.

Mit dieser Entwicklung geht der technische Fortschritt untrennbar einher und in einigen Bereichen der Informationstechnologie betragen die Entwicklungsschritte häufig gerade einmal ein Jahr. Doch häufig muss es nicht immer ein völlig neuer Rechner sein, um den jeweils aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Je nach Anwendung können auch vier oder fünf Jahre alte Rechner mit der richtigen Aufrüstung noch gut mithalten.

Wenn es um das Thema Aufrüstung bei Computern geht, dann spielen in erster Linie die “Big Five” Hardware-Bestandteile eine Rolle:

1.) Der Prozessor

Der Prozessor ist das Herzstück des gesamten Rechners. Seine Schnelligkeit trägt maßgeblich zur Performance des gesamten Systems bei. Mittlerweile ist es jedoch meistens nicht mehr richtig von “dem Prozessor” zu sprechen, sondern es tummeln sich in moderneren Rechnern gleich zwei oder mehr dieser Rechenkerne auf einer Einheit herum. Der Begriff “Multithreading” hat sowohl im Hardware- als auch Softwarebereich Einzug gehalten. Generell geht es dabei darum, dass Arbeiten nicht mehr durch eine Recheneinheit allein bewältigt werden müssen, sondern per Arbeitsteilung simultan erledigt werden. Hier ist allerdings die Programmierung der jeweiligen Software maßgeblich, durch die die Arbeitsschritte eines Rechenprozesses aufgeteilt und entsprechende Ergebnisse auch wieder zusammengeführt werden müssen.

Waren vor kurzem noch Zweikern (Dualcore) – Prozessoren Standard, so sind heute bereits Vierkern (Quadcore) – oder gar Sechskern- (Hexacore) – Prozessoren in vielen Rechnern zu Hause. Diese Entwicklung wird sich unaufhaltsam fortsetzen und eventuell eines Tages auch zu revolutionären Neuerungen im Prozessorbereich führen (z.B. Quantenprozessoren).

2.) Die Festplatte

Die Festplatte ist das Gedächtnis eine Computers. Auf ihr werden alle mehr (oder auch weniger) notwendigen Daten gespeichert und stehen zum Abruf bereit. Dabei geht es nicht nur um Nutzerdaten, sondern auch alle wichtigen Systemdaten des Betriebssystems sind auf der Festplatte abrufbereit vorhanden. Nur durch die Festplatte ist der laufende Betrieb des Computer-Systems möglich. Auch der Fesplatten-Bereich unterliegt natürlich einem ständigen Entwicklungsprozess. Allerdings beschränkte sich dieser seit der Einführung des Computers in den 80er Jahren bis vor kurzem in erster Linie auf die Optimierung der vorhandenen Technik und den Schnittstellen (IDE, SATA usw. ).

Bis in die jüngste Zeit war die klassische Magnet-Festplatte die einzige Technik, die in den Computern Verwendung fand. Dabei erfolgt der Abruf, die Speicherung und die Löschung von Daten nach der bewährten Methode der Magnetisierung einer Oberfläche, die auch schon vor der Computerzeit von den guten alten Magnetbandgeräten- und Cassettenrecordern bekannt war. Nun allerdings wurde statt dem Spulenprinzip eines Bandes das Rotationsprinzip einer Magnetscheibe verwendet. Nur mittels dieser damaligen Neuentwicklung konnte die nötige Schnelligkeit für einen Computerbetrieb erreicht werden. Die schnellsten Festplatten drehen heute mit Umdrehungsgeschwindigkeiten von bis zu rund 10.000 Umdrehungen in der Minute. Auf diese rotierende Scheibe greifen dann darüber angebrachte Abtaster auf die vorhandenen Daten zu.

So erfolgreich und genial diese Technologie bis heute auch ist, so hat sie dennoch nie ganz ihre gravierendsten Nachteile ausräumen können. Alle Magnet-Festplatten, auch HDD (= Hard Disk Drive) oder HD (=Hard Disk) genannt, sind empfindlich gegen Stoßkräfte und Luftdruckveränderungen, da Abtaster und Plattenoberfläche nur durch den Bruchteil eines Millimeters voneinander getrennt sind und dort bereits kleinste ungeplante Berührungen zu irreparablen Schäden führen können. Bedingt durch die mechanischen Bauteile und der damit verbundenen Trägheit sind einer HDD-Festplatte Grenzen in der Schnelligkeit der Schreib- und Lesevorgänge gesetzt. Moderne HDD´s erreichen heute Geschwindigkeiten in der Transferrate von Daten von rund 100 MB/Sekunde. Dazu müssen jedoch die immens hohen Drehzahlen der rotierenden Magnetplatte gewährleistet werden. Dadurch steigen der Geräuschpegel, die Abwärme und nicht zuletzt auch der Verschleiß der Technologie.

Die HDD ist also ein Wunderwerk der Technik. Sie unterliegt jedoch, bedingt durch ihre Komplexheit, auch einer Vielzahl von Restriktionen und Kompromissen.

Mir der neusten Technologie der SSD (Solid State Drive)-Speichermedien wurden diese genannten Bremsklötze weitestgehend aus dem Weg geräumt. Die SSD-Technologie basiert auf der Verwendung von Halbleitern als Speicher. An sich ist das ist nicht neu, da bereits seit der Einführung des Computers beispielsweise der Arbeitsspeicher auf dieser Basis funktioniert. Zudem befinden sich seit jeher auch auf der Hauptplatine Halbleiter-Bausteine, die systemrelevante Informationen speichern.

Mit der Verwendung als Festplatte mussten nun allerdings gleich mehrere Fähigkeiten miteinander kombiniert werden. Informationen müssen laufend abgerufen und gespeichert werden und die Daten dürfen auch nach dem Herunterfahren und Neustart eines Computers nicht verloren gehen. Darüber hinaus müssen die Daten des Betriebssystems ständig vorgehalten werden und abrufbereit sein, um den Start und laufenden Betrieb des Computers zu gewährleisten. Diesen Anforderungen konnte erst in jüngster Zeit entsprochen werden aber der SSD wird als Speichermedium sicherlich die Zukunft gehören.

3.) Der Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher ist der Turbo des Computers im laufenden Betrieb. In ihm werden alle wesentlichen Daten, die der Computer ständig abruft, zwischengespeichert. Der Vorteil des Arbeitsspeichers ist seine Schnelligkeit. Das liegt zum einen daran, dass die Chip-Technologie extrem geringe Speicher- und Ladeprozesse zulässt (siehe auch Punkt 2). Zum andern ist der der Arbeitsspeicher über die separaten Speichersteckplätze auf dem Motherboard direkt mit den wichtigsten Schaltzentralen des Rechners verbunden. Durch diese Konstellation wird das zügige Arbeiten in vielen Einsatzbereichen des Computers erst ermöglicht. Ist die Kapazität des Arbeitsspeichers einmal erschöpft, dann  muss das System auf die Festplatte als Arbeitsmedium zurückgreifen und Daten dorthin auslagern. Der Rechner wird deutlich langsamer und die Festplatte, insoweit es sich noch um eine Magnetplatten-Variante handelt, fängt an zu “rödeln”. Ein Charkateristikum des Arbeitsspeichers ist die Flüchtigkeit der auf ihm gespeicherten Daten, dass heißt, das sämtliche Informationen durch eine Unterbrechung der Stromversorgung gelöscht werden.

Die Entwicklung des Arbeitspeichers hat sich seit dem Aufkommens des PC´s im Hinblick auf das Äußere oder die Beschaffenheit so gut wie gar nicht geändert. Im Grunde sehen die Speicherbausteine noch genauso aus wie vor vielen Jahren. Allerdings hat sich einiges bezüglich der Schnelligkeit der Bausteine getan. Mit der Änderung der Standards (EDO-RAM, SD-RAM, DDR-RAM) ging auch immer eine messbare Erhöhung der Verarbeitungsgeschwindigkeit einher. Als heutiger Standard gelten die DDR3-Speicherriegel.

4.) Die Grafikkarte

Die Grafikkarte hat seit der Etablierung des Computers innerhalb des gesellschaftlichen Lebens immer mehr an Bedeutung gewonnen. Von der bloßen Funktion als Umwandler von Daten in Bilder hat die Entwicklung der Grafikkarten-Technologie mit der Zunahme der Leistungsfähigkeit des Computers und seinem vermehrten Einsatz als Multimediainstrument einen extrem sprunghaften Verlauf genommen. Keine andere Computer-Komponente hat von ihrem Leistungsvermögen her so zugelegt wie die Grafikkarte. Zusätzlich hat die Entdeckung des PC´s als Spieleplattform in den 90er Jahren maßgeblich zu dieser Leistungsexplosion beigetragen.

Heute sind Grafikkarten eigentlich Rechner innerhalb des Rechners, die über eigene Prozessoreinheiten und Speicher verfügen. Mittlerweile werden bereits Entwicklungen vorangetrieben, die der Grafikkarte nicht nur Aufgaben in der Generierung von Bildern sondern auch in anderen Bereichen zuteilen. Dies ist eine logische Entwicklung, da heute auf modernen Grafikkarten hunderte von Prozessoreinheiten vorhanden sind, die zwar viel spezialisierter als die Rechenkerne der eigentlichen zentralen Einheit zu Werke gehen, aber für bestimmte Aufgaben allein durch ihre Vielzahl wesentlich geeigneter erscheinen als die CPU. Man darf gespannt sein, wie dort die Entwicklung weitergeht.

5.) Die Hauptplatine (Das Motherboard)

Das Motherboard bildet die Basis der “Hardware-Familie”. Wahrscheinlich war dies auch der Grund für die englische Namensgebung. Alle vorher genannten wichtigen Bauteile sind auf die eine oder die andere Weise mit der Hauptplatine verbunden. Die Hauptaufgabe des Motherboards liegt in der Steuerung der Kommunikation zwischen den Bestandteilen innerhalb des Rechners und der Peripherie. In den letzten Jahren haben sich mit der voranschreitenden Technik und der Erhöhung des Datenaufkommens vor allem die Übertragungsstandards auf und um die Boards geändert. Die Erhöhung der Schnelligkeit des Übertragungsvolumens pro Zeiteinheit war (und ist) dabei ausschlaggebend. So wurde aus AGP PCI und PCI-Express und aus dem seriellen- der USB-Standard. Mit den Schnittstellen änderten sich auch die Anschlüsse und so manches ältere Peripherie-Gerät kann heute nur noch über einen Adapter oder gar nicht mehr angeschlossen werden. Mit der zunehmenden Nutzung des Computers als Multimedia-Zentrale kamen auch Funktionen hinzu wie zum Beispiel die Bluetooth-Schnittstelle. Die Form der Hauptplatinen änderte sich allerdings in all den Jahren, bis auf einige Formatvariationen, kaum. Als Standard wird heute das ATX-Format gesehen, das seit über 10 Jahren besteht. Zwischenzeitliche Versuche, einen neuen Standard einzuführen, wie das 2003 aufkomende BTX-Format, konnten sich nicht durchsetzten. Für die kompakteren Computer ( z.B. Barebones)gibt es kleinere “Baby”-Formate der Hauptplatine.

Neben den genannten “Big-Five”-Hardware Bauteilen spielen sicherlich auch noch die Nicht Festplatten-Laufwerke innerhalb des PC´s eine Rolle. Gerade bei den CD/DVD -Laufwerken gab es in den letzten Jahren einige Entwicklungen. Allerdings verliefen diese dort meistens in Sprüngen und hatten immer unmittelbar mit der Einführung eines neuen Speichemediums zu tun. Eine revolutionäre Entwicklung war sicherlich die Einführung des CD-Brenners Anfang der 90 er Jahre mit dessen Hilfe nun auch aktiv größere Datenmengen auf einem mobilen Speichermedium gebrannt werden konnten. Im Zuge dessen verloren die Disketten-Laufwerke bis heute völlig an Bedeutung und sind in moderneren Rechnern so gut wie gar nicht mehr zu finden. Im Augenblick ist die Blu-Ray Technik Standard, alle Geräte sind jedoch auch abwärtskompatibel zu normalen DVD´s/CD´s.

In jüngster Zeit erhält die Technologie allerdings in einigen Bereichen zunehmend Konkurrenz durch die immer schneller werdenden Übertragungsmöglichkeiten des Internets. Große Datenmengen werden heute häufig per DSL und Co. übertragen und auf den mittlerweile mächtigen Terrabyte-Festplatten gespeichert anstatt per Silberscheibe auf dem Postweg versendet zu werden. Nicht zuletzt macht sich auch der Softwaremarkt diese Entwicklung zu Nutze und verzichtet immer mehr auf das Medium.

Es bleibt abzuwarten, wie die Zukunft aussehen wird. Und das gilt für die gesamte Computer – Hardware.

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Technik basiert auf Kompromissen

Heute stand in der aktuellen PC-Magazin CHIP 09/2011 ein interessanter Artikel über die Abwärme- Problematik moderner Laptops. Es wird darin beschrieben, dass es bei immer mehr Herstellern zu Herunterregelungen der Prozessoren bei leistungsintensiven Anwendungen wie 3D-Spielen kommt. Das ist jedoch keineswegs nicht verwunderlich. Auch bei dem heutigen Stand der Technik  wird ein großer Teil der eingesetzten Energie als sogenannte Verlustleistung in Wärme umgesetzt. Dies bedeutet, dass  trotz der ständig vorgenommenen Optimierungen in Sachen Effizienz, die leistungsfähigen Prozessoren von Intel und Co. wahre Heizkraftwerke sind.

Betrachtet man während der letzten Jahre einerseits die Entwicklungen der auf Kühlluft basierenden Systeme im Desktop-Bereich und andererseits die Tendenzen innerhalb des Laptop-Designs, dann fällt auf, dass erstere von der Form her immer umfangreicher wurden während zweitere zu immer flacheren und handlicheren Varianten mutierten. Diese gegensätzliche Tendenz zeigte bereits früher deutlich, dass es bei den Laptopherstellern in naher Zukunft  zu Problemen kommen musste.

Laptops eignen sich aufgrund ihrer Bauart auch nach dem heutigen Stand der Technik nur bedingt für leistungsintensive Anwendungen. Daran ändern auch die Effizienz gesteigerten Mobil-Varianten aller möglichen Hardwarebestandteile nur bedingt etwas. Erst der Einsatz innovativer Technologien, bei denen wenig Abwärme entsteht beziehungsweise durch die mehr Wärme abgeführt werden kann, wird die Grenzen wieder ein Stück weit hinausschieben. Ein Schritt in diese Richtung ist heute beispielsweise der Einsatz der SSD-Technologie im Festplatten-Bereich.

Als Kühllösung ist die luftbasierte Technologie im Labtopbereich bald an der Grenze des technisch Machbaren angelangt. Hier müssen neue Technologien  entwickelt beziehungsweise weiterentwickelt werden. Schon heute werden im Desktop-Bereich beispielsweise kühlmittelbasierte Systeme eingesetzt. Aber auch elektrothermische (Peltier-) Verfahren wären denkbar.

Bis es soweit ist, müssen sich gerade die Käufer teurer Laptops, die leistungsstarke Komponenten verwenden, damit abfinden,  dass sie einen geweissen Teil der möglichen Leistung nur kurzfristig oder gar nicht abrufen können. Technik basiert auf Kompromissen.

Sinnvoll wäre es, eher Einsparungen im Labtopbereich vorzunehmen und die dann freien Gelder in ein weiteres Desktop-System zu investieren.

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Download-Spiele oder das lange Warten auf den Patch

Neulich habe ich einmal wieder, nach einer Pause, mein Download-Spiel Devinity II, Ego Draconis, installiert. Der Grund war, dass ich im Internet gelesen hatte, daß für das Spiel ein umfassender Patch (1.3) erschienen ist, der das Spiel in vielen Bereichen verändert. Toll dachte ich. Einfach das Spiel installieren, per Updatefunktion patchen und los geht die Entdeckungsreise. Doch dann kam die Ernüchterung. Nach eineinhalb stündiger Download-Zeit (der Patch ist rund 1,5 GB groß) erfolgte statt der Installation eine simple Fehlermeldung, die da sinngemäß hieß, daß das Update meine Version nicht erkennt. Nanunana! dachte ich, das kann ja eigentlich nicht sein.

Eine anschließende Recherche im Netz ergab, daß der Patch lediglich für die CD-Version des Spiels konzipiert ist. Dazu mußte ich in diversen Foren lesen, daß, trotz des Umstandes, daß der “Original-Patch” für die CD bereits Monate vorher erschienen war, noch keine Version für mein Download-Spiel vorhanden war. Hinzu kommt, daß die Nutzerführung auf der Seite des Download-Anbieters so unübersichtlich ist, daß es nicht erkennbar ist, wo mögliche Downloads überhaupt stehen. Voller Frust legte ich das Projekt Divinity II erst einmal wieder auf Eis. Erst vor ein paar Tagen, es waren wieder Wochen vergangen, fand ich in einem Forum einen Download-Link, der mich zu dem, oh Wunder, inzwischen erschienen Patch führte.

Leider ist dieser Vorfall keine Einzelfall. Auch früher hatte ich bereits Probleme damit, für eine Download-Version eines  Spieles zeitnah ein Update zu erhalten. Ich sehe diesen Zustand als sehr problematisch an. Besonders bei Spielen, die anfänglich noch Probleme auf vielen Plattformen bereiten, ist ein schneller Support durch Patches notwendig.

Leider hat ja genau der Zustand, daß sogenannte  “Bananen-Software”, die erst beim Kunden reift, verkauft wird besonders im Spielebereich in den letzten Jahren sehr zugenommen. Um so ärgerlicher ist es dann, daß der Käufer einer Download-Version eines Spieles manchmal Monate lang auf seinem “unreifen Früchtchen” sitzenbleibt, während Besitzer einer CD-Version längst alle Freunden des Games genießen dürfen.

Es mag richtig sein, daß es bei der Download-Version eines Spieles, bedingt durch die Sicherheitsmaßnahmen gegen Raubkopierer, eines gewissen Programmieraufwandes bedarf, um den entsprechenden Patch anzupassen, aber die manchmal extrem langen Wartezeiten halte ich für absolut unverhältnismäßig.

Hier müssten Spielehersteller und Vertriebsfirmen viel besser und vor allem schneller zusammenarbeiten, da ansonsten der Vertriebsweg Download-Spiel ernsthaft darunter leiden wird (und es bereits schon tut).

Ich persönlich, einst ein Verfechter des Download-Spieles, überlege mir mittlerweile jedenfalls wieder, ob ich ein Spiel als CD oder per Download kaufe …… .

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Nvidia GTX 470/480 – nach 6 Monaten Wartezeit der große Nvidia Schlag?

Seit gut einem halben Jahr hat ATI nun seine 5800-er Grafikkarten auf dem Markt. Schnell, heiß begehrt und schwer zu bekommen sind sie, die Highend-Schätzchen. Viele Varianten  sind seither dazu gekommen, mit denen ATI auch andere Bereiche als den Highend-Markt abzudecken versucht. Und Nvidia? Viel hörte man über den neuen Super-Chip des Herstellers aber lange Zeit blieb eine reale Antwort auf ATI´s munteres Treiben aus. Und fast geriet er in Vergessenheit, der eine Chip. Doch nun regte sich endlich wieder etwas im Lande Nvidia.

Was mich betrifft, so hatte ich die Hoffnung, daß jetzt mit der so lange erwarteten Einführung der neuen Fermi-Grafikkarten von Nvidia frischer Wind in das Preisgeschehen kommen würde. Bisher, so muß ich eingestehen, sitzt auf meiner Akte “Neue Grafikkarte” in der anvisierten Kategorie (HD5850/5870) der Reiter “preislich indiskutabel”.

Aber nachdem ich heute die Tests der neuen Nvidia GTX 470/480 auf der PC Games Hardware-Seite (http://www.pcgameshardware.de/aid,743333/Geforce-GTX-470-und-GTX-480-Test-von-Nvidias-GF100-Generation/Grafikkarte/Test/)  gelesen habe, bin ich mir da mit meinen Hoffnungen nicht mehr so sicher.

Sicherlich ist die Leistung, gerade der GTX 480, brachial und sie liegt häufig um gut 30 – 50% vor der HD5870 von ATI. Doch diese Leistung ist teuer erkauft. So saugt die GTX 480 mit 250 – 300 Watt Leistungsaufnahme in 3D-Anwendungen den Strom förmlich aus der Steckdose (HD5870 130 – 190 Watt). Dementsprechend hoch fällt auch die Temperaturentwicklung und die Lautheit des Systems aus.

Fast fühle ich mich an den Kraftakt erinnert, den ATI seinerzeit bei der Einführung der HD 2900 XT  unternommen hatte. Auch hier versuchte man mit der “Dampfhammer-Methode” an die 8800-er Phalanx der Nvidia- Konkurrenz heranzukommen. Zwar stimmt dieses mal zumindest die Leistung, aber ich bin doch unter dem Strich enttäuscht. ATI hat für mich bis jetzt immer noch das klar bessere Gesamtpaket, auch wenn Nvidia Extras wie eine integrierte Physikberechnung anbietetet.

In der heutigen Zeit ist gerade der Energieverbrauch ein immens wichtiges Kaufkriterium. Und hier hat ATI das Kunststück fertiggebracht, eine sehr gute Leistung bei gleichzeitig geringerem Verbrauch zur Vorgängergeneration zu bewerkstelligen. Bei Nvidias neuer Grafikkartengeneration habe ich das Gefühl, daß sich die Effizienz des Systems in seiner jetzigen Form bereits an seinem Limit bewegt. Dafür spricht auch, daß Nvidia den Fermi-Chip für die GTX 480 nicht in der voll ausgebauten Version einsetzt. Auch der Grafikspeicher wird relativ moderat getaktet. Die “kleinere Schwester” GTX 470 ist dementsprechend noch ein wenig mehr beschnitten.

Das ganze hat den Anschein, das Nvidia nun, nach den immer wieder verschobenen Release-Terminen, eher handeln mußte als wollte. Die neuen 400-er laufen noch nicht rund. Es bleibt zu hoffen, daß das Potential, trotz aller Bedenken, für eine Optimierung vorhanden ist. Wir werden sehen ….

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Neues Board – neues Glück

Nun ist es passiert. Mein altes Asrock-Board hat ausgedient. Es wurde auch Zeit. Es ist gar nicht lange her, da fiel mir beim Reinigen des Innenlebens meines Knechtes der Kühler in die Hand. Schuld war eine Materialermüdung, durch die eine Halterungsnase auf dem Grid abgebrochen war und der Kühler damit nur noch von der Leitpaste gehalten wurde. Dies war auch der Grund für meine Temperaturproblem, die dann folgten. Allerdings hatte ich mir dann ein Provisorium aus einem gefeilten Plastikstück und Schrauben zurecht gebastelt, das seinen Zweck als neue Nase wirklich gut erfüllte. Das ganze ist jetzt jedoch Geschichte. Angespornt durch einen Test in der “pcgames Hardware” habe ich mich nach einem neuen Board samt Prozessor umgesehen. Herausgekommen ist dabei Das Gigabyte Board GA-MA770-UD3, Sockel AM2+, und ein Phenom II 940 BE.  Das ganze läuft bisher hervorragend, von dem mehr an Leistung gar nicht zu sprechen. Sacred 2 läuft beispielsweis in den höchsten Qualitätseinstellungen flüssig. Mittlerweile ist auch der Phenom II 955  BE  um einiges billiger geworden und würde auf dem Board sicherlich eine gute Figur machen. Aber Achtung! Mittlerweile hat AMD auf die neuen AM3 Prozessoren gewechselt. Diese sind allerdings abwärtskompatibel und laufen, nach einem Bios-Update, ebenfalls auf dem Board. Das Update ist recht einfach durch das Tool @Bios im laufenden Windowsbetrieb von der Festplatte möglich. Damit entfallen Boot-CD´s oder Disketten. Bisher läuft alles einwandfrei und ohne Murren und ich bin glücklich (bis zum nächsten mal)

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Herrje, es juckt schon wieder!

Mittlerweile habe ich mein jetziges System bis an seine Grenzen ausgereizt. Mein gutes altes Asrock 939 Dual SATA2 Board ist mittlerweile mehrere Jahre alt. Ich habe es nachträglich bestückt mit einer AM2 Upgrade Karte (Das ist meiner Meinung nach auch heute noch eine tolle Sache, die Asrock damals mit seiner “Future-Port” Technik ins Leben gerufen hat, allerdings hat das ganze eine große Schwachstelle, die Kühlung). Dort werkelt mittlerweile, nach mehreren Bios-Updates aus der Beta-Ecke, der stärkste serienmäßige K8 AMD (Athlon 64 X2 6400+). Unterstützt von meiner ATI HD 4850 Grafikkarte ergibt sich eine sehr gute 3D-Leistung.
Aber ich muss gestehen, ich schaue schon wieder… .

Jetzt habe ich zwei “Baustellen” im Visier. Die kleinere betrifft eine neue Grafikkarte (schon wieder). Da gehe ich im Augenblick mit der HD 4870 Toxic 1 Gigabyte Variante von Sapphire schwanger. Diese ist schön schnell und angeblich durch die Vapor-X Kühlung von Sapphire auch in 3D Anwendungen sehr leise (Preis-Leistungs-Sieger in PC Games Hardware). Natürlich gibt es ja mittlerweile auch die HD 4890, aber diese ist ja letzlich nur eine übertaktete 4870-er Variante und die Taktraten erreiche ich auch mit der Sapphire Karte, wenn es denn sein muß. Eine gute leise Grafikkarten-Kühlung ist mir mittlerweile viel wichtiger. Ich hatte schon einmal eine “Staubsaugerkarte” in meinem Rechner und diese Erfahrung reicht fürs Leben.

Die zweite Maßnahme bedeutet den Umbau des gesamten Rechners. Ich habe beschloßen, ein Phenom II System auf die Beine zu stellen. Dazu muß ein Phenom II Quadcore samt paßendem Board her. Bisher gab es nur die AM2+ – Sockelvariante im Handel (Phenom II 940). Der neue AM3 – Standard wurde von AMD/ATI zwar bereits im Februar diesen Jahres vorgestellt, allerdings sind die relevanten Prozessoren erst jetzt erhältlich (Phenom II 945/955). Das gute bei den AM3 – Varianten ist, dass diese abwärtskompatibel zu dem AM2+ Standard sind. Man kann also ein günstiges AM2+ – Board kaufen und auch seinen “alten” DDR2 – Speiche weiterbenutzen. Ein späterer Umbau auf ein AM3 – System samt DDR3 – Speicher (sollte dieser einmal günstiger werden) ist dann mit dem selben Prozessor immer noch möglich. Allerdings hat dies einen Haken, man muß alles wieder umbauen…. .

Und außerdem besteht da noch eine andere kleine Hürde, die Finanzierung. Zwar spiele ich, wie viele andere auch, immer mal Lotto, doch teile ich dabei das Schicksal der meisten anderen. Ich gewinne nie! Und so heißt es weiterhin, den Preis der Komponenten beobachten und sich kratzen wenn es allzusehr juckt…. .

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Demigod – Tolles Spiel, aber Vorsicht! Keine Kampagne für Einzelspieler enthalten!!!

Ich habe es nicht mehr ausgehalten und mir die US-Version von Demigod zugelegt. Diese wurde bereits eine Woche vor dem eigentlichen Release-Termin am 14. April herausgebracht, da wohl ein wichtiger Händler in den USA gegen Abmachungen verstoßen und das Spiel vor dem eigentliche Release-Termin zum Verkauf freigegeben hatte. Der Titel wird von Stardock herausgebracht und kann über das Download-Portal Impulse bezogen werden. Kostenpunkt ca. 30,- Euro. So weit, so gut!

Die Installation des Spiels verlief reibungslos. Allerdings mußte als Voraussetzung erst die Software von Impulse auf den Rechner gespielt und ein Account angelegt werden. Aber das scheint ja mittlerweile normal zu sein und war auch schon bei DoW 2 so (Steam-Account + Windows Live). Mir persönlich gefällt die gute alte Variante mit einer Verifikationsnummer auf der CD, dem Handbuch oder eben digital per Mail immer noch am besten. Aber vielleicht wird man eines Tages ja wieder dorthin kommen.

Der Kern der Handlung des Spiels ist in kurzen Worten erzählt. Ein Mitglied aus dem erlauchten Kreis der Götter ist gefallen. Der nun freie Platz muß durch einen Anwärter aus den Reihen der Halbgötter besetzt werden. Einer dieser Halbgötter wird durch den Spieler vertreten. Der Kampf um den begehrten Platz unter den Unsterblichen wird auf derzeit acht Arenen beziehungsweise Spielfeldern ausgetragen. Und da liegt auch schon die Einschränkung, die mich anfänglich etwas irritiert hat. Es war klar, dass der Titel in erster Linie auf den Bereich Online-Multiplayer Gaming ausgerichtet seine wird. Allerdings war auch immer von einer Berücksichtigung der Einzelspieler durch die Implementierung einer Kampagne die Rede. Diese fehlt jedoch völlig, es gibt also keine an einer Geschichte aufgehängte Einzelspielerkampagne!!! Stattdessen wird die Variante eines Turniers angeboten, in dem der Spieler die acht Karten gegen die computergesteuerte KI der Kontrahenten absolviert. Am Ende werden die Erfolge in Punkte umgerechnet und in einer Score-Liste bis zum letzten Turnier aufaddiert. Darüber hinaus ist ein Scirmish-Modus anwählbar, in dem der Spieler die Zahl und den Austragungsort seiner KI – Gegner wählt und ein Gefecht führt.
Ehrlich gesagt hat mich dieser Umstand anfänglich enttäuscht, da ich mir, gemäß den Versprechungen, von dem Spiel auch für Einzelspieler ohne Online – Ambitionen einiges versprochen habe. Das Potential für eine mitreißende Geschichte wäre auch sicherlich da gewesen.
Allerdings hat mich die Art und Weise, wie das Spiel aufgemacht ist, letztendlich dafür entschädigt. Vor Beginn eines Gefechtes/Turniers kann sich der Spieler den Avatar, mit dem er gegen die anderen Halbgötter antreten möchte, auswählen. Dabei stehen acht verschiedene Charaktere zur Verfügung, die sich alle in ihren Fähigkeiten unterscheiden. Grundsätzlich gibt es zwei Charaktergruppen, die Assassinen und die Generäle. Erstere haben besonders ausgeprägte individuelle Fähigkeiten, zweitere können eine Gruppe von Mitstreitern befehligen und somit die eigene Kampfkraft steigern. Jedes Gefecht beginnt als Mächte der Dunkelheit oder des Lichtes von einer Basis aus und es kommt, gerade im Turnier, darauf an, möglichs viele gegnerische Halbgötter zu schlagen. In einem Einzelgefecht zählen darüberhinaus strategische Gesichtspunkte. So sind auf den Karten verschiedene Gebäude verteilt. Es gibt zum Beispiel Minen, die Gold produzieren und Fahnen, die Extra-Boni verleihen. Entsprechd ist es wichtig, diese zu erobern und zu halten. Durch den Besuch des Hauptquartiers und eines Item-/Artefakt-Shops können Gegenstände/Fähigkeiten eingekauft werden, die den Charakter oder die ganze Partie stärken. Tja, das war es eigentlich schon von der inhaltlichen Seite her. Zur Grafik ist zu sagen, daß diese zeitgemäß ist. Die Figuren sind schön gezeichnet und die Animationen sehenswert. Die Hardwareanforderungen halten sich im Rahmen. Ich kann mit meinem betagten Athlon X2 6400+ und einer ATI HD 4850 512 MB RAM Grafikkarte jederzeit bei vollen Details und 2xAA in einer Auflösung von 1280/1024 spielen.

Übrigens kann man die den englischen Text der Version leicht “eindeutschen”, indem man in dem Verzeichnis “Stardock Games/Demigod/loc” die “strings_db.lua”-Datei aus dem Ordner “DE” kopiert und unter dem Ordner “US” einfügt. Vorher sollte die US “strings_db.lua”-Datei durch einen kleinen Zusatz umbenannt werden. Ich nenne sie jetzt “USstrings_db.lua. Also nicht ersetzten. Wer weiß, ob sonst nicht Updates Probleme machen. Vor jedem kommenden Update werde ich das ganze rückgängig machen (vielleicht muß man das ganze ja auch gar nicht tun ?!?!?). Jedenfalls sind dann alle Texte in den Menüs auf deutsch und nur noch die Sprachausgabe ist in englisch. Allerdings ist das nicht weiter schlimm, da eine Geschichte mit langen Erzählungen ja fehlt.

Fazit:

Die Idee ist toll, die Umsetzung im Spiel sehenswert. Allerdings ist das Spiel nicht geeignet für Einzelspieler, die gerne in eine Geschichte eintauchen. Nach einer solchen Einzelspielerkampagne sucht man in Demigod vergeblich. Aber als Turnier nach dem Feierabend gegen die KI oder andere Spieler im Netz ist das Spiel klasse.

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Dawn of War II – Kampagne durchgespielt!

Ich habe mir Dawn of War zugelegt und die Kampagne einmal durchgespielt. Fazit: Begeisterung pur!!!
Nachdem ich bereits die Beta getestet hatte, war ich mir sicher, dass ich dieses mal wieder sofort zuschlagen würde, sobald das Spiel auf den Markt kommt. Bei vielen Spielen warte ich erst auf eine günstigere Gelegenheit, aber hier ist das Geld wirklich gut angelegt.

Die Installation meiner digitalen Version funktionierte reibungslos, da ich schon aufgrund der Beta alle notwendigen Zugänge (Steam und Windows Live) hatte. Allerdings halte ich die Sicherheitsmaßnahmen für etwas übertrieben und frage mich, ob damit nicht Kunden bereits im Vorfeld von dem Kauf abgeschreckt werden und somit der Vorteil der geringeren Anzahl an Raubkopien wieder egalisiert wird.

Doch nun weiter. Nachdem ich die notwendigen Voreinstellungen (Auflösung, Kantenglättung usw.) vorgenommen hatte, habe ich mich sofort in die Kampagne gestürzt. Leider kann der Spieler nur die Menschen in Form der Space-Marines als Akteure wählen, die anderen Völker des Warhammer 40.000 – Universums sind nicht spielbar. Eine weitere Einschränkung ist, dass nicht alle Völker in Dawn of War 2 auftauchen, so werden beispielsweise die Necrons und das Chaos, die in den anderen DoW 1 Titeln auftauchen, nicht berücksichtigt. Die Kampagnen – Geschichte spielt sich unter den vier Völkern der Menschen, der Orks, der Eldar und den Tyraniden ab.

Das Geschehen findet in einem fernen Sektor am Rande des von den Menschen bekannten Universums statt. Dort befindet sich das Planetensystem, auf dem die Space – Marines, genauer gesagt der Orden der Blood Ravens, ihre Rekrutierungen vornehmen. Diese Welt wird nun von den Orks angegriffen (allerdings ist dies nur ein Bruchteil des Gesamtproblems, wie sich bald herausstellt – mehr wird nicht verraten!).

Zu dieser Phase steigt man als junger Kommandeur einer Spezialeinheit ein. Der Begriff Spezialeinheit verdeutlicht bereits, dass das Konzept von DoW 2 nicht in der Durchführung von Massenschlachten liegt, sondern das vielmehr auf kleine Einheiten Wert gelegt wird, in denen der einzelnen Figur ein viel größeres Gewicht zukommt. Die ersten Einsätze sind dabei noch zu Übungszwecken konzipiert, so erhält der Spieler während der Mission Hinweise darüber, was als nächstes zu tun ist. Diese Hilfestellungen fallen im weiteren Verlauf der Kampagne weg. Es geht, zusammenfassend gesagt, in der Kampagne darum, während der gesamten Geschichte hindurch immer wieder Einsätze auf den Planeten des Systems durchzuführen. Das kleine Spezialteam besteht dabei aus dem Kommandanten und maximal drei anderen Unterführern nebst zwei zugeordneten Mitstreitern. Im weiteren Verlauf der Handlung gesellt sich auch noch ein Cybot dazu, der allerdings als Einzelfigur agiert.

Das Spiel läßt sich grundsätzlich, wie ein Fußballspiel, in zwei Bestandteile gliedern. Die Einsätze (1./2. Halbzeit) bilden den Aktionsteil, in dem in Echtzeit auf den Karten agiert wird. Zwischen den Einsätzen (Halbzeitpause), wird dem Spieler die Möglichkeit gegeben, sein Team aufzustellen und auszurüsten. Dabei können aus einem Fundus von bis zu fünf Unterführern maximal drei (zzgl. dem Kommandanten) ausgewählt und mit in einen Einsatz genommen werden. Die Entwicklung der Charaktere erfolgt durch die Verteilung von Erfahrungspunkten und den gesammelten Items aus den Einsätzen. Diese Veränderungen können nur in den “Halbzeitpausen” vorgenommen werden. Auch das Speichern des gesamten Spieles ist nur dort möglich. Die Einsätze können in einer Planetenübersicht gewählt werden, doch ist dabei die Dringlichkeit, die in verbleibenden Tagen angegeben wird, zu beachten. Wird ein Einsatz auf einem anderen Planeten als demjenigen, bei dem man sich gerade befindet, gewählt, wird ein Hypersprung dorthin vollzogen (Animation). Auf der Planetenoberfläche befinden sich die Einsatzgebiete. Einmal angewählt, wird der Einsatz durch eine an eine Videokonferenz erinnernde Einführung näher beschrieben. Dies erfolgt als Lagebesprechung auch jeweils nach dessen Abschluß. Dadurch wird der Spieler immer in der Kampagne weitergeführt und verliert nicht den Faden der Handlung.

Die Kampagne umfaßt ca. 30 Einsätze. Dazu kommen noch diverse Bonuseinsätze, wenn der Spieler seine Sache besonders gut gemacht hat (Kriterien: Zeit bis zum Abschluß, Anzahl der getöteten Feinde und der überlebenden eigenen Leute und die Anzahl der eroberten Gebäude). Ich hatte also gut und gerne 4 – 5 Tage für jeweils 3 – 4 Stunden meinen Spaß.

Ich kann das Spiel wirklich jedem empfehlen, der das Warhammer – Universum liebt und gerne Strategie- bzw. RPG Spiele spielt. In DoW 2 bekommt er beide Bestandteile geboten. Wie die Situation im Mehrspielerbereich aussieht, kann ich nicht sagen, da ich dort bisher keine Spiele gemacht habe. Ich hoffe, dass der Titel noch ausgebaut wird und andere Völker spielbar werden. Verdient hat es das Spiel allemal…. .

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